Saturday, 30 May 2026 - Sunday, 31 May 2026
SLOWED LANDSCAPE / PARTIZIPATIVE PERFORMANCE
Das hybride, von der Choreografin und Künstlerin Moni Wespi entwickelte Format SLOW MOVEMENT mit Installationen, Performern und Beteiligung des Publikums fügt sich farblich, baulich und ästhetisch in die Skulptur OGNA ein: Flechten besetzen ein Halbrund im Inneren der Skulptur, kleiden aber auch die Mitwirkenden ein, die mit ihnen verschmelzen oder sich aus ihnen lösen. Im gegenüberliegenden Halbrund erweitert die Künstlerin die bereits entwickelte Installation STEINE um weitere, grössere Objekte, die den Dimensionen der Skulptur entsprechen und als fixe Installationen während des Wochenendes in ihr verbleiben.
Das Publikum kann während den zwei Tagen die Installation aus der Ferne betrachten, sich nähern, sich hinsetzen, zuschauen oder durch die Installation gehen. Eine kleine Gruppe kann sich jeweils für 15 Minuten zur Musik von François de Saint Georges über Kopfhörer einen Stein- oder Flechtenumhang überziehen und, durch die Langsamkeit der Stimme und des Tons animiert, Teil des Kunstwerks werden.
Moni Wespi (CH/BE) ist gelernte Choreographin, Visuelle Künstlerin und Designerin, wohnhaft in Almens. Ihre Praxis vermischt Performance mit Videoinstallation und hinterfragt die Klischees von Identität und Bewegung durch einzigartige Szenografien.
Am Samstagabend findet ein Konzert von Berlinde Deman in der Installation statt. Ihre Erforschung des klanglichen Erbes führte sie zur Serpent – dem Vorläufer der Tuba aus dem 16. Jahrhundert.
In ihren Soloarbeiten untersucht sie Stille als musikalischen Raum. Die Serpent, geprägt von einer Welt ohne Motoren, Elektrizität oder ständigen Lärm, wird zu einem Werkzeug, um sich wieder mit einer verlorenen akustischen Realität zu verbinden. Durch Atem, mehrschichtige Loops und subtile Elektronik erforscht sie, wie verschiedene Arten von Stille klingen können – von intim bis beunruhigend.
Berlinde Deman ist eine Tubaspielerin, die für ihre Arbeit mit dem Flat Earth Society Orchestra und ihre Zusammenarbeit mit Jazz-, zeitgenössischen und experimentellen Musikern bekannt ist. Im Herbst 2025 gab sie ihr Debüt-Soloalbum heraus und stellt darin die Serpent und Live-Elektronik in den Mittelpunkt einer reflektierenden und resonanten Klangwelt.

Foto: Laurent Orseau


